03.09.2010 09:55
Der japanische Elektronikkonzern Panasonic will Mitte September mit dem HDC-SDT750 den ersten Consumer-HD-Camcorder auf den deutschen Markt bringen, mit dem sich auch 3D-Videos anfertigen lassen. Das rund 1400 Euro teure Gerät wird aktuell auf der IFA gezeigt. Es nimmt standardmäßig bis zu 50 Vollbilder pro Sekunde mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Bildpunkten im AVCHD-Format auf, das viele Blu-ray-Player wiedergeben können. Die 3D-Aufnahmen erfolgen dagegen nicht in Full-HD, sondern mittels einer im Lieferumfang enthaltenen Vorsatzlinse, die wie ein Augenpaar gleichzeitig zwei Bilder aus unterschiedlicher Perspektive aufnimmt.
Technology-Review-Autor Martin Kölling hatte die Gelegenheit, das Gerät in Japan vor dem Verkaufsstart eine Woche lang zu testen und hat seine Erfahrungen in einem Blog-Eintrag zusammengefasst. Sein Fazit: Der 375 Gramm leichte Camcorder ist im 2D-Modus zwar rundum sehr gut mit Funktionen bestückt, im 3D-Modus hingegen verliert er viele – darunter so essentielle wie den Zoom. Stattdessen kann man plastisch nur mit einer Festbrennweite im schwachen Weitwinkel filmen. Das schränke die kreative Freiheit doch schon ein. Als Grund nannte Panasonic die Kosten – ein 3D-Vorsatz-Zoom-Objektiv, wie es auf Panasonics zehnmal so teures Profimodell passt, sei sehr viel aufwendiger konstruiert und damit zu teuer für den Consumer-Markt. Die Bilder waren auch mit diesen Einschränkungen ordentlich: Der von Panasonic versprochene 3D-Effekt wurde gut deutlich. Allerdings benötigt man zur Wiedergabe selbstverständlich auch noch einen passenden Fernseher mit entsprechender Brille.
Der HDC-SDT750-Kurztest in Technology Review online:
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-1071845
Glasers gesammelte Linkwolke aus der Welt der Wissenschaft und Technologie. Heute unter anderem mit Silikon-Implantaten (aus wissenschaftlicher Sicht), einem HyperHerz und bemerkenswerten Bienendiagnosen.
Ein Ausflug nach Fukushima zeigt: Die Menschen greifen dort zu einem Jetzt-erst-recht-Spirit – trotz allem.
Elektroautos könnten irgendwann als Zwischenspeicher für Strom aus erneuerbaren Quellen dienen, hoffen ihre Befürworter. Eine Studie des Öko-Instituts hat ergeben, dass dieses Potenzial stark überschätzt wird.