29.08.2007 13:17
Eigentlich lief für die Energiebranche alles perfekt: Die Debatte um den Klimawandel ließ die Kernenergie, die kaum CO2-Emissionen produziert, in den letzten Monaten wieder in einem günstigeren Licht erscheinen. Doch mit den jüngsten Zwischenfällen in den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel sind die Sicherheitsrisiken wieder in den Blickpunkt geraten.
Beide Anlagen gehören zum älteren Typ der Siedewasserreaktoren, die als nicht ganz so sicher wie die verbreiteteren Druckwasserreaktoren gelten. Erst im Juli war eine Mängelliste publik geworden, die mehrere hundert offene Punkte im AKW Brunsbüttel auflistet.
Die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Unfalls, auch Super-GAU genannt, ist aber auch bei Siedewasserreaktoren verschwindend gering: Pro Betriebsjahr beträgt sie 1 zu 1 Million. Die Online-Ausgabe des Technologiemagazins Technology Review zeigt in einem fiktiven Szenario, wie ein Super-GAU im AKW Brunsbüttel ablaufen und welche Katastrophenschutzmaßnahmen ergriffen werden könnten – ein Planspiel, das von verschiedenen Experten als plausibel eingestuft wurde.
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