19.10.2009 10:00
iPhone-Besitzer in Amerika haben es nicht leicht. Der einzige dort von Hersteller Apple zugelassene Mobilfunkanbieter für das "Wunderhandy" ist AT&T – und der kämpft insbesondere in Großstädten wie New York, San Francisco oder Atlanta mit schwerwiegenden Überlastungen im UMTS-Netz.
Der zweitgrößte Handy-Netz-Betreiber in den USA hat sich deshalb nun etwas einfallen lassen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Die so genannte Microcell-Technik soll als Überbrückungsmaßnahme dienen. Das von AT&T dafür angebotene Cisco-Gerät ist eine kleine Mobilfunk-Basisstation mit niedriger Reichweite, die man sich selbst ins Haus oder Büro holen kann, wenn man weiß, dass der Empfang dort besonders schlecht ist.
Der Kunde verbindet das wie ein DSL- oder Kabel-Modem aussehende Kästchen mit der heimischen Breitbandleitung und kann dann nach Aktivierung statt über das überlastete Originalnetz über seine Microcell telefonieren und vor allem surfen. Da sich diese im eigenen Haus befindet, hat man stets optimalen Empfang. Zusätzlich versüßt wird das Angebot durch die Möglichkeit, eine Telefonie-Flatrate abzuschließen, die knapp 20 Dollar kostet.
AT&T bietet die Microcell, die für 150 Dollar verkauft wird, derzeit in einigen Testmärkten an. Einfach in andere Regionen mitnehmen lässt sich das Kästchen übrigens nicht: Ein eingebauter GPS-Chip legt die Basisstation auf einen online zuvor registrierten Standort fest. Auch in Deutschland experimentieren die Mobilfunkanbieter mit der Microcell-Technik, wie c't Ende September berichtete.
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