03.07.2010 11:34
Gegen Spiele wie "Call of Duty: Modern Warfare 2" richtet sich der Appell der Aktionsbündnis-Stiftung.
Bild: Activision Blizzard
Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden hat den Bundestag aufgefordert, die Herstellung gewaltverherrlichender Computerspiele generell zu verbieten. In einem schriftlichen Appell an den Bundestag fordern die Bündnismitglieder außerdem ein Verbot großkalibriger Waffen für Privatpersonen sowie ein generelles Verbot für Faustfeuerwaffen in privaten Haushalten.
In dem kurzen Appell heißt es, der ungehinderte Zugang zu gewaltrelevanten Computerspielen sei ein Risikofaktor für Jugendliche."Wir fordern ein generelles Verbot von Computerspielen, die die Identifikation mit dem Aggressor, die Belohnung aggressiver Handlungssequenzen wie das aktive Training bei Tötungssimulationen zum Inhalt haben", schreiben die Aktivisten und betonen weiter, dass sich das Verbot nicht auf den Vertrieb beschränken dürfe – eine effektive Bekämpfung müsse auch ein Herstellungsverbot umfassen.
Das als Stiftung organisierte Aktionsbündnis wurde im letzten Jahr ins Leben gerufen, zu den Stiftungsgründern gehört die Leverkusener Bayer AG, der FDP-Politiker Martin Bangemann sowie die Stadt Emsdetten. Zuletzt sorgte das Bündnis mit einer Entsorgungsaktion auf dem Stuttgarter Marktplatz für Schlagzeilen, in dessen Rahmen Jugendliche und Eltern aufgefordert wurden, gewaltverherrlichende Computer- und Videospiele in einen Müllcontainer zu werfen.
(jkj)
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