23.12.2009 09:30
Cloud Computing, also das Auslagern der IT-Infrastruktur vom Rechenzentrum vor Ort in eine Server-"Wolke" im Internet, erlaubt es Firmen, Daten effizienter zu verarbeiten und zu speichern als je zuvor. Die dabei zum Einsatz kommende Software, mit der die vielen einzelnen Maschinen in der Cloud angesteuert werden, arbeitet jedoch häufig erstaunlich plump. Der Grund: Sie ist noch zu selten auf die Verteilung von Aufgaben über zahlreiche Rechner optimiert.
Forscher an der University of California in Berkeley arbeiten deshalb an einer neuen Programmiersprache, die das Cloud Computing vereinfachen und beschleunigen soll. Dabei bedienen sie sich Ideen, die ursprünglich in den Achtzigerjahren für die Erstellung von Datenbanken entwickelt wurden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
"Wir können Computer nicht mehr so weiter programmieren, wie wir das bisher getan haben", meint Joseph Hellerstein, Professor für Computerwissenschaften in Berkeley, der das neue Cloud-Computing-Optimierungsprojekt leitet. "BOOM" genannt, soll es "große Wolken aus kleinen Programmen" bilden, wie es in der Selbstbeschreibung heißt. "Es gibt bislang keine einfache Methode, Software zu erstellen, die die Möglichkeit nutzt, ihren Code über 100 bei Amazons Web Services gemietete Rechner zu verteilen", erklärt Hellerstein die praktische Herausforderung.
Bei der Suche nach Vorbildern stieß Hellerstein auf die Datenbank-Programmiersprache Datalog, die in den Achtzigern darauf spezialisiert war, Informationen in parallelen Prozessen zu verarbeiten. Diese wurde von den Berkeley-Forschern nun optimiert und in Bibliotheken gegossen, die sich in Java und Python nutzen lassen sollen.
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