23.06.1999 14:02
Apples lang erwartetes Consumer-Notebook kommt möglicherweise nicht mehr rechtzeitig zum Beginn der neuen US-Schulsaison auf den Markt. Verschiedene US-Nachrichtenquellen berichten von Entwicklungsproblemen, die am vergangenen Wochenende zu einer Krisensitzung in Cupertino geführt haben sollen. Alle Berichte gehen offenbar auf angebliche Insider-Informationen zurück, die auf der Website O'Grady's PowerPage lanciert worden sind. Danach soll sich "mehr als ein Teilnehmer" der Sitzung sogar dafür ausgesprochen haben, das Projekt gänzlich einzustellen. Angeblich gibt es Schwierigkeiten mit dem Chipsatz für das sogenannte "iBook".
Die Branche rechnete bisher fest damit, daß Steve Jobs das portable Pendant zum iMac, das als "viertes Bein" von Apples Produktstrategie gilt, auf der bevorstehenden MacWorld Expo in New York (20. bis 23. Juli) vorstellen werde. Jetzt wird in Zweifel gezogen, daß bis zu diesem Termin ein funktionsfähiges Exemplar zusammengebaut werden kann. In diesen Zusammenhang wird nun auch die überraschende Entlassung des PowerBook-Entwicklungsleiters Mark Foster gestellt, als deren Anlaß bisher die vierzehntägige Lieferverspätung beim PowerBook galt.
Gegen die Richtigkeit der Gerüchte spricht die Information von Ende Mai über einen Großauftrag zur Produktion des iBook an die taiwanesische AlphaTop. Es ist kaum wahrscheinlich, daß ein solcher Auftrag ohne einen funktionierenden Prototyp erteilt worden ist. Manche Beobachter vermuten daher in den jüngsten Gerüchten eine gezielte Pressekampagne von Steve Jobs, um das Medieninteresse für das iBook zu schüren.
(cp)
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