30.09.2009 10:50
Google Wave vereint Kommunikations- und Kollaborationsdienste.
Bild: Google
Am heutigen Mittwoch will Google seinen Kommunikations- und Kollaborationsdienst Google Wave für eine größere Anzahl von Testern öffnen. Insgesamt 100.000 Einladungen an Entwickler, die sich an der Developer Preview beteiligt haben, an die ersten Nutzer, die sich unter wave.google.com eingetragen haben, sowie an eine Auswahl von Nutzern der Google Apps wolle man versenden, erklärte Google in einem Blog-Posting.
Wave ist eine Server-Software, die Funktionen gleich einer Reihe von Kommunikations- und Kollaborationsdiensten vereint. Benutzer greifen darauf über ein Web-Interface zu. Sie führen darin zum Beispiel Konversationen, die asynchron wie E-Mail oder synchron wie Chats verlaufen. Das Kommunizieren kann dabei fließend in gemeinsames Editieren eines Dokuments übergehen, wobei die Software den Teilnehmern fast in Echtzeit die Änderungen der anderen Teilnehmer anzeigt. Solche Kommunikationen/Dokumente behandelt Google als zusammengehörende Objekte, die es Waves nennt.
Wave soll zunächst als bei Google gehosteter Dienst an den Start gehen. Google will den Code des Projekts aber nach und nach freigeben, sodass jederman Wave-Dienste auf seinen Servern anbieten kann. Die endgültige Version von Wave soll noch in diesem Jahr erscheinen.
Vor zwei Wochen hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) von der Benutzung von Wave abgeraten. Da alle Google-Wave-Daten auf Google-Servern liegen, verliere der Nutzer die Kontrolle über seine Daten. Google hat die Kritik mittlerweile zurückgewiesen.
Ärger gibt es im Zusammenhang mit Wave auch um die Internet-Explorer-Erweiterung Chrome Frame, die Googles Browser in den Internet Explorer einbettet. Benutzer, die Wave mit dem Internet Explorer nutzen möchten, müssen Google Frame installieren oder auf einen anderen Browser wechseln. Google will damit nach eigenen Angaben Unzulänglichkeiten des Microsoft-Browser bei der Wave-Nutzung ausputzen. In Microsofts Augen unterhöhlt Google Frame aber die Sicherheit des Internet Explorer. (Jo Bager)
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(jo)
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