08.01.2007 14:10
Bericht: US-Regierung erteilt Joint Venture von Siemens und Nokia Auflagen
In Europa erhielt die geplante Zusammenlegung der Netzwerksparten von Nokia und Siemens bereits im November grünes Licht, in den USA stößt das Vorhaben hingegen auf Hürden. Laut einem Bericht der Financial Times hat das Committee on Foreign Investment in the US (CFIUS) nach Prüfung durch das Verteidigungsministerium, das Ministerium für innere Sicherheit und das Justizministerium den an dem Geschäft beteiligten Parteien Sicherheitsauflagen erteilt. Das berichtet die Zeitung aus "eingeweihten Kreisen". Die beiden Unternehmen hätten bereits ein Abkommen unterschrieben, das Regelungen für den Zugang von Ausländern zu Software und Ausrüstung in den USA vorsieht.
Nokia und Siemens haben das Joint Venture im Juni vorigen Jahres beschlossen. Durch die Zusammlegung der Bereiche für Netzwerkausrüstung, die im ersten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein soll, würde das neue Unternehmen nach Alcatel-Lucent und Ericsson der drittgrößte Anbieter dieser Branche. Von den nun erteilten Auflagen des Kommitees könnten beispielsweise künftige Geschäfte zwischen dem kanadischen Netzwerkausrüster Nortel und Nokia/Siemens betroffen sein. Diese könnten langwierige Untersuchungen nach sich ziehen, heißt es in dem Bericht.
(anw)