15.10.2007 09:43
Morgen startet das Boulevardblatt "Bild" den Verkauf von eigenen Prepaid-Mobilfunkkarten. Sie sollen nach eigenen Angaben bei 11.000 Zeitungsverkaufsstellen erhältlich sein und dort auch Guthabenkarten zu 10 oder 20 Euro erworben werden können. Das Startpaket kostet 9,95 Euro, darin enthalten ist ein Guthaben von 5 Euro. Anrufe in alle Netze kosten 10 Cent pro Minute, die Mobilboxabfrage ist kostenlos sowie das Surfen auf dem "Bild"-eigenen Mobilportal. Beim sonstigen Datentransfer fallen 35 Cent pro Megabyte Kosten an.
Wer die mobile "Bild"-Zeitung besucht, wird derzeit noch auf das mit T-Online gemeinsam betriebene Angebot umgeleitet. "Bildmobil" soll aber demnächst vollständig von Springer allein betrieben werden, berichtet das Handelsblatt. Mobilfunkpartner der "Bild"-Zeitung ist Moconta, ein Joint Venture der Bertelsmann-Tochter Arvato und des T-Mobil-Konkurrenten Vodafone.
Das "Bildmobil"-Portal soll über ein "umfassendes Basisangebot" hinaus mit kostenpflichtigen "Premium-Inhalten" erweitertet werden. Das passt in den Rahmen der von der Axel Springer AG in den vergangenen Monaten verstärkt verfolgten Digitalstrategie, in deren Rahmen beispielsweise die Springer-Blätter Die Welt und Berliner Morgenpost Inhalte fürs Internet bevorzugt behandeln. Diese, mehr aber vermutlich "Bildmobil", sind als Vehikel für Online-Werbung gedacht. Torsten Brandt, Mitglied der Verlagsgeschäftsführung der Zeitungsgruppe Bild, sagte laut Handelsblatt, Werbetreibende suchten bereits dringend Inhalte für ihre Anzeigen.
(anw/c't)
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