20.01.2009 10:11
Bitkom: Zwei Drittel der Deutschen wollen 2009 neue Elektronik-Produkte anschaffen
August-Wilhelm Scheer, in Öffentlichkeitsarbeit reger Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), gibt sich bei der privaten Nachfrage nach Produkten seiner Branche trotz Finanz- und Wirtschaftskrise zuversichtlich. "Die Kunden gehen mit konkreten Kaufabsichten ins neue Jahr", sagte Scheer. Grund für die Zuversicht gibt ihm eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa, das die Kaufabsichten von 1001 Deutschen unter die Lupe genommen hat. Demnach wollen zwei Drittel von ihnen in diesem Jahr für ihr Heim Elektronik-Produkte anschaffen.
Unter den Altersgruppen sei mit 90 Prozent die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen am meisten kaufwillig. Die Älteren seien hingegen zögerlicher: 37 Prozent der Befragten ab 60 Jahre seien sich sicher, dass sie neue Elektronikprodukte anschaffen wollen. Bei ihnen stünden vor allem Flachbildfernseher hoch im Kurs, gefolgt von Computer-Zubehör und Digitalkameras. Senioren hätten vor allem Flachbildfernseher im Visier, gefolgt von Computer-Zubehör und Digitalkameras. Jüngere wünschten sich vor allem Handys und Computer-Zubehör.
Insgesamt wolle ein Viertel der Befragten Computer-Zubehör wie Speicherkarten, PC-Mäuse, Drucker oder Webcams anschaffen oder verschenken, heißt es in einer Mitteilung (PDF-Datei). Handys wollten 19 Prozent der Befragten in nächster Zeit kaufen. An dritter Stelle folgten mit 18 Prozent Flachbildfernseher. Je 17 Prozent aller Deutschen wollen Computer und Spiele-Software anschaffen. Darauf folgen mit 16 Prozent Digitalkameras, MP3-Player mit 12 Prozent und neue Internetanschlüsse mit 10 Prozent.
Technische Neuerungen und gesunkene Preise begünstigten die Entwicklung, erläutert Scheer. Zum Jahresende 2008 seien die Preise für Notebooks um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Fernseher hätten sich ebenfalls um 23 Prozent und DVD-Rekorder um rund 10 Prozent verbilligt. Für seine Branche insgesamt hatte der Bitkom Ende vergangenen Jahres seine Prognose nach unten korrigiert. Er geht für den Gesamtmarkt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik statt von 1,5 Prozent Wachstum im Jahr 2009 nun von einer Stagnation aus. (Andreas Wilkens)
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(anw)