23.04.2008 18:47
Bundesnetzagentur versteigert weitere Frequenzen für Breitbanddienste
Die Bundesnetzagentur hat am heutigen Mittwoch die Vergaberegeln für die Versteigerung bundesweiter Frequenzen für Breitbanddienste veröffentlicht. Insgesamt soll ein 270 MHz breites Spektrum in den Bereichen 1,8 GHz (GSM 1800), 2 GHz und 2,6 GHz versteigert werden. Teil des zu versteigernden Spektrums sind auch jene Frequenzen, die Quam und Mobilcom im Rahmen der großen UMTS-Auktion im Jahr 2000 ersteigert hatten. Die Regulierungsbehörde hält eine Vergabe der Frequenzen im Jahr 2009 nach dem aktuellen Zeitplan für möglich. Als nächster Schritt folgt die Formulierung konkreter Auktionsregeln und deren Diskussion.
Eine Beschränkung auf den Einsatz bestimmter Techniken oder Standards soll es für die Nutzung nicht geben. Damit können künftige Lizenznehmer auf den Frequenzen zum Beispiel UMTS-Netze oder WiMAX-Dienste realisieren. "Mit einer flexiblen Ausgestaltung der Nutzungsbedingungen", erklärte dazu Chefregulierer Matthias Kurth, könne "eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschäftsmodellen realisiert werden." Die Bundesnetzagentur sieht sich damit im Einklang mit der Europäischen Kommission, die Frequenzen möglichst flexibel zur Verfügung gestellt sehen will.
Großes Interesse an dem Spektrum gibt es nach Angaben der Regulierer von etablierten Netzbetreibern ebenso wie von potenziellen Neulingen auf dem Markt. Da die Nachfrage das verfügbare Spektrum übersteige, habe die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur im Sommer 2007 die Vergabe im Versteigerungsverfahren festgelegt.
(vbr)