24.09.2009 17:31
Auf elektronische Anfragen antworten die Direktkandidaten der anstehenden Bundestagswahl entschieden zu wenig, und ihre Webaktivität lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Dies hat eine Studie ergeben, die der Content-Management-System-Hersteller Infopark erhoben hat. Erste Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass allenfalls die Hälfte der eingehenden E-Mails beantwortet wurde.
Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, ob es einen Zusammenhang zwischen der Online-Arbeit der Kandidaten und deren Wahlergebnis gibt; deswegen soll sie auch erst im Oktober veröffentlicht werden. Kriterien sind die Qualität der Kandidaten-Websites, der Umfang ihrer Arbeit in sozialen Netzen wie Xing oder Facebook sowie bei YouTube und Twitter, außerdem die Art und Geschwindigkeit der Antworten auf Online-Anfragen.
Bewertet wurden je 150 Direktkandidaten der Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke. Von den 750 Angeschriebenen antworteten 40 Prozent nicht. In den drei genannten Kategorien (Webpräsenz, soziale Netze, E-Mail-/Online-Anfragen) konnten jeweils 15 Punkte erreicht werden. Zu den einzelnen Punkten zählten beispielsweise bei der Webpräsenz, ob es eine eigene Website der Kandidaten gibt (2 Punkte) und ob diese ein Kontaktformular oder einen Link zu einem sozialen Netz enthält (jeweils 1 Punkt). Nachweisliche Präsenz in einem der sozialen Netze ergab 3 Punkte.
Parteibezogen ergibt die Studie durchschnittlich 21,2 Punkte für die SPD. Die CDU/CSU kommt auf 17,9, die FDP auf 15,6, die Grünen erreichen 15,5 und die Linke 10,4 Punkte. Infopark ist Lieferant des CMS, mit dem die Webpräsenz des Bundestages seit 2001 umgesetzt wird. Online ist dieser seit 1996.
(hb)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-790052
Mehr zum Thema Bundestagswahl Politik