02.02.2007 14:02
Der US-amerikanische Softwarekonzern CA (vormals Computer Associates) hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 trotz leichter Umsatzzuwächse weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Während der Konzernumsatz um 4 Prozent auf rund eine Milliarde US-Dollar stieg, sank der Nettogewinn um 12 Prozent auf 50 Millionen US-Dollar oder 9 Cent je Aktie. Das Unternehmen erklärte dies mit steuerlichen Effekten sowie Restrukturierungskosten. Vor Sonderposten erzielte CA einen Gewinn von 24 Cent je Aktie und übertraf damit die Erwartungen der Analysten um 2 Cent.
"Ich bin zufrieden mit unserer Leistung im dritten Quartal", erklärte Konzernchef John Swainson. "Gesund" sei vor allem die Nachfrage auf dem Gebiet der IT-Management-Lösungen für den Unternehmensbereich gewesen. Dabei hätten sich auch die Zukäufe der vergangenen beiden Jahre ausgezahlt. Für das gesamte Geschäftsjahr (Ende: 31. März) rechnet CA mit einem Umsatz von mehr als 3,9 Milliarden US-Dollar. Als Gewinn stellt das Unternehmen 83 bis 86 Cent je Aktie in Aussicht.
Nach dem Skandal um Falschbilanzierungen in den Jahren 2002 und 2003 mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Milliarden US-Dollar hatte sich das Unternehmen neu positioniert, zahlreiche Niederlassungen geschlossen und mehr als 2000 Stellen gestrichen. Die Kosten für die Restrukturierungsmaßnahmen sollen sich auf insgesamt 150 Millionen US-Dollar belaufen. Wegen der Bilanzfälschungen war der einstige Finanzvorstand von Computer Associates, Ira Zar, zuletzt zu sieben Monaten Haft verurteilt worden. Ex-CEO Sanjay Kumar hatte ein New Yorker Gericht im November sogar zwölf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von acht Millionen US-Dollar aufgebrummt.
(pmz)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-141860