25.10.2006 13:34
Chinesischer Dissident zu drei Jahren Haft verurteilt
Der seit vielen Jahren aktive chinesische Dissident Li Jianping ist von einem Gericht in der Stadt Zibo im Osten des Landes zu drei Jahren Haft wegen "Subversion" verurteilt worden. Das berichtete das in Hongkong ansässige Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie am Mittwoch. Ein Sprecher des Gerichts in Zibo sagte, er könne die Verurteilung nicht bestätigen.
Nach Angaben des Informationszentrums hatte Li im Jahre 2003 einen Artikel auf einer Internet-Seite für im Ausland lebende Chinesen veröffentlicht, in dem er Proteste gegen Beschränkungen der politischen Freiheit in Hongkong unterstützte. Er wurde im Mai 2005 festgenommen, das Verfahren wurde im April dieses Jahres eröffnet.
Li hatte bereits an den Protesten 1989 auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" in Peking teilgenommen. Vor seiner Festnahme hatte er ein Geschäft für Medizinbedarf geführt und nebenher Artikel auf ausländischen Internetseiten veröffentlicht. Vor einigen Wochen hatten Menschenrechtsgruppen, Anwälte und Wissenschaftler aus aller Welt die Befürchtung geäußert, die chinesische Regierung verstärke den Druck auf chinesische Menschenrechtler, Journalisten und Dissidenten, die das Internet für Veröffentlichungen nutzen.
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(dpa) / (dpa)
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