10.03.2010 15:39
Der Netzwerkausrüster Cisco will keine Wimax-Basisstationen mehr entwickeln und bauen, berichten verschiedene US-Medien. Seine bereits vorhandenen Wimax-Produkte aus dem Bereich Radio Access Network (RAN) will der Hersteller jedoch weiterhin verkaufen.
Diese Entscheidung hängt offenbar mit den Ankündigungen der US-Provider Verizon und AT&T zusammen, die ihre Mobilfunknetze mit der 4G-Technik LTE (Long Term Evolution) ausbauen wollen. LTE verspricht hohe Übertragungsraten um 100 MBit/s und soll sich im Unterschied zur Konkurrenztechnik Wimax über die Zwischenschritte HSDPA und HSUPA einfacher und kostengünstiger in vorhandene UMTS-Netze einbauen lassen.
Nach einer sorgfältigen Revision habe sich Cisco entschieden, keine neuen Wimax-Basisstationen mehr zu entwickeln, zitiert beispielsweise FierceBroadbandWireless die Cisco-Sprecherin Jennifer Buchhalter. Ihr Kollege Jim Brady erklärte gegenüber Computerworld, dass Cisco seinen vorhandenen Wimax-Kunden bei der Umstellung auf LTE unter die Arme greifen werde.
Cisco hatte sich 2007 mit der Übernahme von Navini Networks in den Wimax-Markt eingekauft. Gemeinsam mit dem Provider Clearwire baut das Unternehmen seit Anfang 2009 Wimax-Netze in zahlreichen US-Städten auf. Außerdem ist Cisco neben Intel, Samsung Electronics, Sprint Nextel, Alcatel-Lucent und Clearwire an einer gemeinsamen Wimax-Lizenzverwaltung beteiligt. Deren Ziel ist es, die Kosten für die Nutzung von Wimax-Technik zu begrenzen und damit die Verbreitung der Technik zu fördern.
(rek)
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