25.01.2008 11:08
Eine anonyme Gruppe hat Scientology im Internet den Krieg erklärt. Über ein YouTube-Video verkündet die sich selbst "Anonymous" nennende Gruppe, gegenüber der "Scientology-Kirche" die Redefreiheit verteidigen zu wollen. In einer Pressemitteilung soll die Gruppe zudem erklärt haben, die finanzielle Ausbeutung von Scientology-Mitgliedern durch die Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet, beenden zu wollen. Zudem missbrauche Scientology den Urheberrechtsschutz, um kritische Meinungen von Webseiten wie Digg und YouTube entfernen zu lassen.
Berichten zufolge hat die Anonymous-Gruppe bereits einige DDoS-Attacken auf Server von Scientology in den USA durchgeführt. Die zu Scientology gehörige Seite religiousfreedomwatch.org ist seitdem gar nicht mehr zu erreichen. Der Zugriff auf www.scientology.org soll am Wochenende durch die Angriffe gestört gewesen sein, auch andere Server der sektenähnlichen Bewegung sollen nur schwer aufzurufen sein.
Scientology ist auch in Deutschland eine umstrittene Organisation. Derzeit denken die Innenminister nach, ein Vereinsverbot für Scientoloy anstrengen zu wollen. Sie unterstrichen auf der letzten Herbstkonferenz in Berlin "die Gefährlichkeit der auf Abhängigkeit ausgerichteten Aktivitäten" der Organisation und hielten im Bereich der Prävention verstärkte Bemühungen insbesondere gegen kriminelle Methoden für erforderlich. Die Minister blieben zudem bei ihrer Auffassung, dass Scientology verfassungsfeindliche Ziele verfolge. Die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder sollen die umstrittene Vereinigung daher nun stärker ins Visier nehmen und Material für ein mögliches vereinsrechtliches Ermittlungsverfahren sammeln.
Siehe dazu auch:
(dab/c't)
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