24.09.2007 12:52
Dell drängt in den chinesischen Einzelhandel
Das Wachstumspotenzial des Direktvertriebsmodells von Dell stößt an seine Grenzen. Daher hatte Gründer Michael Dell schon im April angekündigt, künftig auch PCs und Notebooks über den Einzelhandel vertreiben zu wollen. Nach einem Abkommen mit der US-Handelskette Wal-Mart nimmt der Hersteller nun China ins Visier, und damit einen der größten PC-Absatzmärkte weltweit. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge will Dell künftig mit der Gome-Gruppe kooperieren, der größten Elektronikhandelskette Chinas, die landesweit fast 1000 Ladengeschäfte besitzt. Eine offizielle Bestätigung der Ankündigung von Michael Tatelman, Dell-Vizepräsident für Marketing & Sales, durch Gome liegt indessen noch nicht vor.
Analysten wie IDC betrachten Dells strategischen Schritt als Versuch, die Marktposition in China nachhaltig zu stärken. Derzeit dominieren noch die beiden Konkurrenten Lenovo und Hewlett-Packard im Chinageschäft. Denn das Direktvertriebsmodell von Dell habe sich als Hindernis erwiesen, da abseits der chinesischen Ballungszentren das Internet bisher nur in geringem Umfang für die Beschaffung von IT-Produkten genutzt werde. Der chinesische PC-Markt verspricht aber mit die höchsten Wachstumsraten. Für die kommenden drei bis fünf Jahre rechnen Marktforscher mit einem Zuwachs von 25 Prozent. Gartner hatte für den weltweiten PC-Markt im laufenden Jahr zuletzt nur ein Plus von gut 12 Prozent prognostiziert.
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