12.04.2007 10:47
Computerwissenschaftler versuchen seit Langem, die Desktop-Metapher auf dem PC durch fortschrittlichere Lösungen zu ersetzen. Wirklich gelungen ist ihnen das jedoch noch nicht – seit über 20 Jahren beherrscht die einst vom ersten Apple Macintosh populär gemachte Ansammlung von Ordnern, Fenstern, Icons und Menüleisten unsere Rechner. Da hilft es auch nicht, dass Microsoft die Buntheit der Oberfläche mit jeder Windows-Version erhöht.
Anand Agarawala von der University of Toronto will es nun erneut versuchen, die Desktop-Metapher zu erweitern. Seine Software "Bumptop", die demnächst im Beta-Stadium veröffentlicht werden soll, nutzt eine aus Spielen bekannte 3D-Physics Engine, um die PC-Oberfläche greifbarer zu machen. Icons lassen sich damit in Haufen sortieren, mit der Maus "in die Ecke werfen", zerknüllen und allerlei mehr. Eine Demonstration auf der exklusiven TED-Konferenz in den USA sorgte für erhöhtes Interesse.
User Interface-Experten wie Ramana Rao sind sich allerdings nicht sicher, ob sich neuartige Ansätze wie Bumptop tatsächlich bei der breiten Masse der Nutzer durchsetzen können: "GUIs der nächsten Generationen werden vor allem durch das, was im Web passiert, aufgehalten."
Siehe dazu in Technology Review online:
(bsc)
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