25.09.2009 09:01
Es ist offenkundig eine gute Zeit für serverbasierte Web-2.0-Dienste: In den USA hat der frisch ernannte Chief Information Officer der Obama-Administration, Vivek Kundra, mit "Apps.gov" eine neue Website gestartet, auf der Regierungseinrichtungen zertifizierte Cloud-Computing-Dienste auffinden und buchen können.
Die Einführung der Technik kam im Vorfeld nicht ohne Kritik aus, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Experten hatten unter anderem vor neuen Problemen in den Bereichen Sicherheit und Schutz der Privatsphäre gewarnt. Befürworter betonten dagegen, dass die Nutzung von Cloud-Systemen all dies sogar im Vergleich zur heute verwendeten, teils veralteten Regierungs-IT verbessern könne.
Von den ganz großen Lieferanten hofft unter anderem Google auf zahlreiche Behördenkunden. "Unsere Technologie ist so aufgebaut, dass sie auch die einfallsreichsten Angriffe übersteht", brüstet sich David Mihalchik, Manager für den Bereich Geschäftsentwicklung US-Regierungskunden. Google sei für Hacker wie ein Honigtopf. "Da wir ständig angegriffen werden, haben wir stets ein Team aus Weltklasse-Sicherheitsleuten parat, die dafür sorgen, dass Google.com und unsere anderen Angebote adäquat verteidigt werden können."
Regierungs-IT-Expertin Deniece Peterson vom Beratungsunternehmen INPUT sieht in "Apps.gov" trotzdem zunächst nur einen ersten vorsichtigen Schritt hin zu echtem Cloud-Computing bei der US-Regierung. Die derzeit verfügbaren Anwendungen seien so gewählt, dass sie nicht mit großen behördlichen Datenbanken interagieren müssten. Geht diese erste Phase gut, dürften die Web-2.0-Dienste weiter in den Regierungsdschungel vordringen, glaubt die Expertin, um schließlich tatsächlich kritische Aufgaben zu übernehmen.
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(Ben Schwan)
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(bsc)
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