01.10.2007 11:07
Über sogenannte Sozialnetze kann man nicht nur neue Kontakte knüpfen, sondern auch potenzielle Diebe verfolgen, wie ein Fall auf Flickr.com vorige Woche zeigte. Diebe hatten aus den Unternehmensräumen der kanadischen Firma WorkSpace vier Laptops und zwei iMacs entwendet, einer davon mit Webcam. Auf diesem iMac war das Plugin Flickrbooth für Apples Photo Booth installiert, das Fotos mit der Webcam schießt und automatisch auf das eingestellte Flickr-Konto lädt. Ein WorkSpace-Mitarbeiter war ziemlich überrascht, als er in das Flickr-Konto schaute und ein neu hochgeladenes Bild eines tätowierten Mannes entdeckte, der vor dem gestohlenen iMac posierte. Dieser war sich wohl bewusst, dass der iMac Bilder von ihm aufnimmt, aber wohl nicht dessen, wo die Bilder landen können.
Das Bild machte schnell in Foren und Blogs weltweit die Runde. Kurz darauf soll sich der vermeintliche Dieb laut einem Bericht der Vancouver Sun bei der Polizei gemeldet haben. Er habe den Computer von einem Freund eines Freundes gekauft, wolle ihn aber gerne wieder zurückgeben. WorkSpace hofft nun, über weitere Informationen die eigentlichen Diebe dingfest machen zu können.
Eine etwas andere Methode, den Weg eines gestohlenen Apple-Computers zu verfolgen, beschreibt der c't-Artikel "Nach Hause telefonieren – OpenVPN zur Verfolgung gestohlener Notebooks nutzen" in der Ausgabe 19/07. Dabei wird die VPN-Software OpenVPN benutzt, die versucht, über alle verfügbaren Schnittstellen einen Kontakt mit dem heimischen Server aufzubauen. Anhand der IP-Adresse ließe sich dann auf den Besitzer schließen.
(dab)
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English version: Catching thieves with Flickr
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