02.03.2010 17:00
Asus zeigt seinen ersten E-Book-Reader, den DR-900 mit 9-Zoll-Touchscreen.
Bild: heise online
Asus (Halle 17, H16) hat seinen E-Book-Reader DR-900 auf der Messe offiziell vorgestellt. Das nur 9,7 Millimeter dünne Lesegerät hat ein 9-Zoll-Display und löst mit 1024 × 768 Bildpunkten auf, als Display-Technik nutzt Asus elektronisches Papier vom E-Ink-Konkurrenten SiPix; es stellt 16 Graustufen dar und soll über 10.000 Seitenwechsel pro Akkuladung ermöglichen. Bücher lädt der Anwender per USB oder 11g-WLAN auf den Reader, optional gibt es auch ein UMTS-Modul mit HSPA zur Datenübertragung.
Asus zeigt den Reader an seinem CeBIT-Stand und nennt dort einige Details zu den Spezifikationen. Demnach unterstützt der Reader die E-Book-Formate HTML, PDF, TXT und Epub ohne Kopierschutz, nicht aber Epub mit dem Kopierschutz "Adobe DRM". Da die meisten Verlage im deutsch- und englischsprachigen Raum auf Adobe DRM setzen, wären deren Bücher also nicht mit dem DR-900 kompatibel.
[Update] Asus hat gegenüber heise online bestätigt, dass der DR-900 anders als in den Produktspezifikationen angegeben zum Marktstart Adobe DRM für Epub und PDF unterstützen wird. [/Update]
Außerdem zeigt der Reader Bilder in den Formaten JPEG, GIF, PNG und BMP an und spielt MP3-Dateien ab. Die Audioausgabe erfolgt über den eingebauten Stereolautsprecher oder 3,5-mm-Klinke.
[Update:]
Der DR-900 hat einen kapazitiven Touchscreen, über den der Anwender durch die Menüs navigiert und Notizen in seine Bücher schreiben kann.In einem kurzen Hands-on klappte die Bedienung darüber gut, der Touchscreen wirkt sich nicht negativ auf die Lesbarkeit und den Kontrast aus. Multitouch beherrscht der Reader nicht. Der DR-900 soll über einen Editor für TXT-Dateien und Text-To-Speech zum Vorlesen von E-Books in 26 Sprachen, unter anderem auch deutsch, verfügen. Der integrierte 2-GByte-Speicher lässt sich per microSDHC erweitern, anders als in den Datenblättern angegeben wird es keine 4-GByte-Variante geben.
Asus hat außerdem den 6-Zoll-Reader DR-600 angekündigt, der allerdings auf der Messe noch nicht gezeigt wird. Er nutzt anders als der DR-900 ein E-Ink-Display und löst mit 800 × 600 Bildpunkten auf. Er soll ebenfalls mit Touchscreen kommen, man habe sich aber beim DR-600 noch nicht zwischen kapazitiv und resistiv entschieden, so ein Produktmanager von Asus. Beide Geräte sollen im September auf den Markt kommen, Preise nannte Asus noch nicht.
(acb)
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