19.12.2008 14:18
EZ4Media, US-amerikanischer Hersteller von Unterhaltungselektronik wie zum Beispiel drahtlosen Medienplayern, ist gegen Apple in Chicago vor Gericht gezogen. Mit seiner Streaming-Box Apple TV, mit Airport Express und seinen Computern verletze Apple laut US-Medienberichten die Patente 7,130,616, 7,142,934, 7,142,935 und 7,167,765. Sie schützen Techniken zur Verteilung von Inhalten und zur Audio-Konvertierung. Apple soll diese Techniken nicht weiter verwenden, außerdem verlangt E4ZMedia Schadenersatz. Das Unternehmen hatte zuvor bereits Logitech, Netgear und D-Link sowie Samsung Electronics, Pioneer, Yamaha und Denon wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt
EZ4Media hat die Patente im März dieses Jahres von Universal Electronics UEI übernommen, wird weiter berichtet. Drei UEI-Mitarbeiter seien im Jahr 2005 zu Apple gewechselt, das ein Jahr später Apple TV vorgestellt habe. Die drei Mitarbeiter sollen laut EZ4Media bei UEI Zugang zu vertraulichen technischen Informationen gehabt haben.
Vor einem ähnlichen Hintergrund will der IT-Konzern IBM per Klage erreichen, dass sein ehemaliger Mitarbeiter Mark Papermaster nicht sofort als neuer iPod-Chef bei Apple anfangen kann. Papermaster hat bereits eine Gegenklage eingereicht. Laut dem von Apple im November bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Jahresbericht liefen bis dahin 21 Patentklagen gegen das Unternehmen, davon allein 13 aus diesem Jahr. Später im November wurde bekannt, dass gegen Apple eine Patentklage wegen der vereinfachten Web-Navigation auf dem iPhone läuft. In dem Jahresbericht weist das Unternehmen auch auf rechtliche Unwägbarkeiten hin, die entstanden seien, als Apple im Juni 2007 mit seinem Smartphone den Markt für Mobiltelefone betrat und dabei auf Konkurrenten mit breiten Patent-Portfolios traf. (Andreas Wilkens)
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(anw)
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