16.03.2010 09:30
Ein Spin-off des MIT will minimale Unreinheiten bei der Halbleiterproduktion dazu nutzen, um RFID-Etiketten einzigartig zu machen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Verayo mit Sitz im kalifornischen San Diego hofft auf einen großen Markt: Eine zunehmende Anzahl von Organisationen – von staatlichen Behörden bis zu Supermarktriesen – setzt auf die per Funk abfragbaren Chips zur Informationsübertragung.
Da RFIDs ihre Daten drahtlos an das Lesegerät übermitteln, besteht stets die Gefahr, dass ein Unbefugter die Kommunikation belauschen und mitschneiden könnte, um sie dann auf einen eigenen Chip zu übertragen. Kryptographische Verfahren könnten diese Fälschungen zwar verhindern, doch die dafür notwendige Elektronik verteuert dies. Aus diesem Grund ist Verschlüsselung noch immer keineswegs Standard. Denn besonders in der Logistik dürfen die RFID-Tags nur Cent-Beträge kosten.
Die Sicherheit des Verayo-Chips basiert nun auf der Tatsache, dass keine der von der Firma hergestellten RFIDs vollständig miteinander identisch sind. Die Einzelkomponenten auf einem solchen Schaltkreis sind im Nanometerbereich aufgebaut. Da kann es durchaus zu fehlplatzierten Atomen durch Unreinheiten bei der Herstellung kommen. Diese sorgen unter anderem dafür, dass die interne Verdrahtung möglicherweise ein bisschen dicker oder dünner ausfällt, als eigentlich vorgesehen. Dies führt zu klitzekleinen Variationen darin, wie schnell ein solcher Chip insgesamt arbeitet. Dies lässt sich messen und zu einer digitalen Signatur verarbeiten.
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