11.07.2006 17:32
Die auf Multimedia-Applikationen für Linux spezialisierte Firma Fluendo hat eine erste Vorabversion ihres Linux Media Center Elisa veröffentlicht. Die in Version 0.0.1 vorliegende Software nutzt Python und das GStreamer-Framework, eine mit Microsofts DirectShow vergleichbare Multimedia-Architektur für Linux, die unter anderem für die Multimedia-Fähigkeiten des Gnome-Desktop verantwortlich zeichnet. Für die Bildschirmausgabe greift Elisa auf OpenGL 1.3 zurück, weswegen flüssig animierte Menüs an der Tagesordnung sind.
Ein Video (rund 4 MByte, Theora-Video mit Ogg-Vorbis-Ton, etwa abspielbar mit dem VLC Media Player) vermittelt einen Eindruck von der animierten Bedienoberfläche und von dem derzeitigen Funktionsumfang. Letzterer beschränkt sich momentan auf das Wesentliche: Auswählen und Wiedergabe von Musik (auch Webradio), Videos und DVD sowie Darstellung von Bildern. Letztere lassen sich beispielsweise per Klick drehen. Dank LIRC-Anbindung lässt sich die Software auch fernbedienen. Elisa fungiert als UPnP-Streaming-Client und soll möglicherweise künftig zum UPnP-Server erweitert werden. Ziel ist es, sogar die strengen Auflagen der Digital Living Network Alliance zu erfüllen.
Mit Ausnahme der DVD-Wiedergaberoutinen und proprietären Plug-ins wird der Elisa-Code größtenteils unter GPL veröffentlicht, einige verwendete Plug-ins unterstehen der MIT-Lizenz. Der rund 1,2 MByte große Download richtet sich maßgeblich an Entwickler und Experimentierfreudige.
(vza/c't)
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