30.07.2009 11:01
Nach jahrelanger Arbeit ist mit Emacs 23.1 die erste Version des freien Editors erschienen, die intern das Unicode-Format UTF-8 verwendet. Zur Verwaltung und Wiedergabe von Schriften benutzt er Fontconfig und Xft, sodass Anwender Kantenglättung (Antialiasing) bei Fonts nutzen können.
Als Default-Toolkit für das GUI ist GTK statt des angejahrten Lucid eingestellt. Per Übersetzungsschalter lässt sich eine NextStep/Mac-Version erzeugen, die allerdings weniger stabil als die X11-Variante ist. Damit einhergehend haben die Entwickler den Support für den alten Mac-Port eingestellt, der noch die Carbon-API nutzte.
X11-Anwender können den Emacs gleichzeitig in einem Fenster und auf einem Terminal laufen lassen. Dazu benutzt er einen integrierten Server, den man beim Starten des Programms mit --daemon oder während des Arbeitens mit M-x server-start aktiviert.
Das von vielen anderen Programmen gewohnte Markieren mit dem Cursor bei gedrückter Umschalt-Taste zieht ebenfalls in Emacs ein. Weitere Änderungen betreffen den Minibuffer, der mehr Interaktionsmöglichkeiten und eine bessere automatische Vervollständigung biete, sowie einen neuen DocView-Mode zur Anzeige von PDF-, PostScript- und DVI-Dateien.
Eine vollständige Liste der Änderungen ist wie immer in der NEWS-Datei nachzulesen.
Siehe dazu auch
(ck)
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