05.08.2009 19:32
Ein Fahrzeug der Street-View-Flotte von Google in Berlin
Bild: heise online/Stefan Porteck
Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat den Betreibern des Online-Dienstes "Street View" den Bruch getroffener Vereinbarungen vorgeworfen. Was Google derzeit mache, sei nicht das, "was wir miteinander vereinbart hatten", sagte Caspar der Rhein-Zeitung. Seinen Angaben zufolge fotografieren Google-Mitarbeiter derzeit Straßenzüge in ländlichen Räumen, ohne die Betroffenen darüber zu informieren. Bestandteil einer Mitte Juni getroffenen Vereinbarung sei aber gewesen, dass das Unternehmen vorab über die Einsatzorte seiner Fahrzeuge informiert. Auf seiner Street-View-Informationsseite verweist Google derzeit nur auf Einsätze vom Juni und Juli – was im August gefilmt wurde, ist dort nicht erkennbar.
Laut Rhein-Zeitung erklärte ein Google-Sprecher, dass in die Übersicht künftig auch Landkreise eingearbeitet werden sollten. Die neue Liste werde "schnellstmöglich" erstellt. Caspar will aber nicht solange warten, sondern hat für den Donnerstag ein Gespräch mit Google-Verantwortlichen anberaumt. "Wir wenden uns mit aller Macht gegen die derzeitige Praxis und erwarten in kürzester Zeit eine Klarstellung", zitiert die Zeitung den Hamburger Datenschützer. Dieser sei von seinem rheinland-pfälzischen Amtskollegen Edgar Wagner auf die Praxis hingewiesen und gebeten worden, entsprechende Schritte einzuleiten, heißt es bei der Zeitung.
Update: Google hat inzwischen reagiert und eine geänderte Liste in die Street-View-Informationsseite eingelesen, die den restlichen August und den September erfasst. (Peter-Michael Ziegler)
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(pmz/c't)
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