05.09.2007 19:28
Flash-Speicher benötigen wenig Energie und locken mit geringen Zugriffszeiten. Festplatten speichern hingegen immense Datenmengen für wenig Geld und glänzen mit hohen Transferraten. Die Vorteile beider Speichertypen will die Firma DTS nun beim Laufwerk namens Platinum HDD miteinander kombinieren. In einem 3,5"-Gehäuse verbaut der Hersteller eine 2,5"-Festplatte mit einer Drehzahl von 5400 1/min oder 7200 1/min und wahlweise 80, 120 oder 200 GByte sowie ein 1-GByte-RAM-Modul. Letzteres soll als Datenpuffer dienen und dank der geringen Zugriffszeiten Serveranwendungen beschleunigen, bei denen viele verteile Zugriffe auftreten.
Große Datenmengen in einem flüchtigen Speicher abzulegen ist an sich ein hohes Risiko, denn bei einem Stromausfall wären alle Daten verloren, die noch nicht auf die Platte geschrieben wurden. Das passiert bei der Platinum HDD angeblich jedoch nicht: Ein eingebauter Pufferkondensator soll die Spannung zumindest so lange aufrecht halten, bis das Laufwerk sämtliche Daten auf die Magnetscheiben geschrieben hat.
Nicht nur bei verteilten, sondern auch bei sequenziellen Zugriffen arbeitet das Laufwerk laut Datenblatt (PDF-Datei) sehr flott: 110 MByte/s bringt die Platinum HDD zu Stande – fast soviel wie aktuelle Serverfestplatten mit Serial Attached SCSI (SAS). Das Laufwerk soll aber weniger Energie benötigen. Im Leerlauf (idle) spezifiziert der Hersteller 7 und bei Zugriffen 14 Watt – soviel benötigen manche SAS-Platten bereits im Idle-Modus. Während SAS-Platten mindestens 300 Euro kosten, soll eine Platinum HDD etwas günstiger sein. Erste 80-GByte-Modelle, die in Japan aufgetaucht sind, kosten dort etwa 15.800 japanische Yen, umgerechnet rund 100 Euro. Auf seiner Homepage preist DTS auch RAID-Systeme mit seinen "Hybrid-Festplatten" an.
(boi)
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