27.06.2009 17:31
Eine Untersuchungskommission in Bangladesch geht dem Verdacht nach, dass von Siemens gezahlten Schmiergelder an eine islamistische Terror-Organisation geflossen sind. Dem Magazin "Der Spiegel" zufolge zahlte Siemens etwa 1,7 Millionen Dollar an einen Vertrauten des damaligen Telekommunikationsministers Aminul Haque. Mit den Schmiergeldern sicherte sich Siemens 2004 einen Auftrag in Höhe von 40,9 Millionen US-Dollar zum Aufbau eines Mobilfunknetzes.
Wie schon länger bekannt ist, hatte Aminul Haque im gleichen Zeitraum Aktionen der Extremistengruppe Jamaat ul-Mudschahidin Bangladesch (JMB) geleitet. Der Ex-Minister ist derzeit flüchtig. US-Ermittlern zufolge erhielt Haque einen Teil der Bestechungsgelder persönlich. Offen ist, ob und wieviel dieses Geldes an die Mudschahidin weitergereicht wurde – diese Frage soll die Kommission in Bangladesch nun klären. Der Spiegel berichtet, dass Siemens nicht ausschließe, dass die Terrorgruppe durch das Bestechungsgeld mitfinanziert wurde. Interne Untersuchungen des Konzerns sollen keine Hinweise in diese Richtung geliefert haben. (Gerald Himmelein)
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(ghi/c't)
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