13.09.2007 13:30
Mittelständische Firmen sollen schneller und einfacher Fördergelder des Bundes bekommen. Unter dem Motto "Vorfahrt für Spitzenforschung im Mittelstand" hat Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) bisherige Förderstrukturen zur neuen Initiative "KMU-innovativ" gebündelt. Bis 2012 können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) laut dpa insgesamt 300 Millionen Euro abrufen. Anträge sollen rasch bearbeitet werden.
"Kein Unternehmen wartet länger als vier Monate auf die Entscheidung", sagte Schavan am heutigen Donnerstag in Berlin. Ein "Lotsendienst" soll vor allem Betriebe beraten, die bisher selten oder gar kein staatliches Fördergeld beanspruchen. Zudem werde eine vereinfachte Bonitätsprüfung für den Nachweis des erforderlichen Eigenkapitals dafür sorgen, dass auch kleinere forschende Unternehmen, die sich noch in der Aufbauphase befinden, eine Chance haben, Fördergelder zu bekommen.
Schwerpunkte der Initiative sind Bio- und Nanotechnologie, Informations- und Produktionstechnik sowie Technologien für Ressourcen- und Energieeffizienz. Nach Angaben des Forschungsministeriums betreiben Rund 35.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland kontinuierlich Forschung; dazu kämen noch etwa 50.000 kleinere und mittlere Unternehmen in Industrie und wissensintensiven Dienstleistungen, die "bereits erfolgreich Ideen umgesetzt haben und je nach Bedarf neu in die Entwicklung einsteigen". Auch werde 40 Prozent des Umsatzes junger Hightech-Unternehmen wieder in Forschung und Entwicklung investiert. Es sei jedoch gerade für mittelständische Unternehmen schwierig, die damit verbundenen Risiken zu tragen, weshalb das Forschungsministerium mit dem Programm "KMU-innovativ" Unterstützung bieten und den Zugang zur Fördergeldern einfacher gestalten wolle.
(jk)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-174749