27.11.2009 08:35
Das Beantworten schwieriger Fragen soll online bald zum lukrativen Geschäft werden. Das Problem: So genannte Frage-Communitys, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schießen, leiden oft nach nur kurzer Zeit an zu vielen veralteten Antworten. Außerdem ist es enorm schwer, eine Software zu entwickeln, die automatisch Fragen verstehen und die besten Antworten liefern kann.
Damon Horowitz, Technologiechef und Mitbegründer des Start-ups Aardvark aus San Francisco, hat deshalb seinen ganz eigenen Ansatz gefunden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Er glaubt, dass die Erkennung und Verarbeitung natürlicher Sprache mittels moderner Algorithmen nur dann voll ausgeschöpft werden kann, wenn man die noch immer gegebenen Einschränkungen erkennt und diese Lücken dann mit menschlicher Intelligenz stopft.
Darauf baut auch Aardvark selbst auf. Die Firma hatte im Vorfeld intensiv nach Techniken aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz gefahndet, die es erlauben sollten, Nutzerfragen möglichst direkt zu beantworten. Dabei ergab sich jedoch schnell, dass das eher wenig brachte. Deshalb verabschiedete man sich immer mehr vom vollautomatischen Prozess. "Wir kamen schließlich zu dem Schluss, dass es besser wäre, andere Menschen die Fragen beantworteten zu lassen." Die Maschine ist nur noch für die harte Rechenarbeit beim Indexieren aller Informationen verantwortlich. Fragen werden dann automatisch Teilnehmern des eigenen sozialen Zirkels vorgelegt.
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