26.11.2009 16:30
Für die Nutzer der Colocation-Angebote, über Unternehmen kostengünstig unter anderem Rechenzentrumsdienstleistungen, Server-Housing und breitbandige Netzanbindung erhalten können, ist Frankfurt am Main der Standort der ersten Wahl in der Bundesrepublik. Dies geht aus einer am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Studie der Frankfurter Universität hervor, die von dem Colocation-Anbieter Interxion in Auftrag gegeben worden war. Professor Roman Beck vom House of Finance an der Uni Frankfurt schreibt in der Studie: "Keine andere Stadt in Deutschland oder Europa bietet vergleichbare infrastrukturelle Voraussetzungen." Dies gehe aus den Antworten der 138 befragten Unternehmen hervor, die die Verfügbarkeit von Experten aber auch die verkehrsgünstige Lage der Mainmetropole besonders betont hätten. Frankfurt am Main sei längst nicht mehr nur für die früher sogenannte New Economy von besonderer Bedeutung, vielmehr sei auch "für die klassische Industrie der Standort Frankfurt von zentraler Wichtigkeit, da sie ebenfalls in erheblichem Maße ihre Prozesse und Geschäftsaktivitäten über das Internet abwickelt".
Für die Studie wurde auch der Wertbeitrag ermittelt, den die Informations- und Kommunikationstechnik für die Unternehmen erreicht. So seien auch während der Weltwirtschaftskrise der vergangenen Monate in den Unternehmen, die die Colocation-Angebote nutzen, die IT- und Zugangskosten um durchschnittlich acht Prozent gesunken, während gleichzeitig der IP-Traffic um durchschnittlich 13 Prozent gesteigert werden konnte.
Da immer mehr Unternehmen zunehmend über ihre IT-Kosten nachdenken, sei damit zu rechnen, dass das Colocation-Geschäft weiter ausgebaut werde. Dies gelte, meinen die Autoren der Studie, insbesondere in den innovativen Märkten, in denen es oftmals nicht zuletzt auch um eine Geschwindigkeitssteigerung bei der Informationsübermittlung gehe, die den Drang nach Frankfurt am Main noch erhöhen werde. Zu den Bereichen, die zunehmend die Angebote annehmen werden, zählt die Studie den Betrieb von Cloud-Computing-Diensten oder Video-on-Demand und IP-TV. (Hermann Wygoda)
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(anw)
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