11.03.2010 09:44
IN Spider muss der Spieler mit dem Finger Netze spannen und Insekten einfangen.
Bild: Tiger Style
Anlässlich der Game Developers Conference in San Francisco wurden am Mittwochabend die Independent Games Festival Mobile Awards verliehen. Einen Preis für das beste iPhone-Spiel zu vergeben, war eigentlich redundant, denn von fünf Preisträgern laufen vier ausschließlich auf Apples Smartphone. Trotzdem wurde "Spider: The Secret of Bryce Manor" von Tigerstyle Games in der iPhone-Disziplin ausgezeichnet. Der Spieler gerät hier als Spinne in ein Spukhaus und muss Fäden spinnen und Netze weben, um zu überleben. Die flüssige Steuerung per Touch-Eingabe und die originelle Story hatte die Juroren überzeugt. Dass die Vorgängerversion bereits im Vorjahr gewann und das neue Programm schon über 100.000 Mal zum Preis von 3 Dollar verkauft wurde, dürfte die Entscheidung erleichtert haben.
Für die beste Musik wurde "Rhythm is a Dancer" prämiert. Der Entwickler findet die gängige Begleitmusik in Spielen zu konservativ und läßt die Spieler Heavy-Metal-Rhythmen auf dem iPhone mit den Fingern variieren – ein lautstarkes Vergnügen für Freunde des harten Rock.
In der Kategorie Technical Achievement gewann Stair Dismount, die Simulation eines Treppensturzes. Zu dem speziellen Sound beim stufenweisen Absturz einer Figur kommt als Reizeffekt die Wahl des Gesichts: Man kann den Stürzenden auf Wunsch mit dem Foto eines Facebook-Freundes schmücken und Schnappschüsse aus der Sturzsequenz auswählen. Das Spiel läuft auf iPhone und iPod Touch.
Als bestes Mobilspiel-Design wurde Glow Artisan auf der Nintendo DSi ausgewählt. Entwickler Powerhead Games nutzt die zwei Doppel-Display der DSi für ein simples, aber gleichzeitig raffiniertes Puzzle. Aufnahmen mit der DSi-Kamera werden in ein Puzzle-Mosaik verwandelt, das dann vom Spieler auf dem unteren Schirm aus farbigen Einzelteilen nachzustellen ist. Bei 180 Leveln dürften auch eingefleischte Puzzle-Freunde auf ihre Kosten kommen.
Nathan Vella von Capybara Games in Toronto freut sich über die Auszeichnung als künstlerisch bestes Spiel.
Bild: Erich Bonnert
Den Preis in der künstlerischen Wertung schließlich erhielt Sword & Sworcery, ein Abenteuerspiel, bei dem Magie und wilde Tiere eine Rolle spielen. Die besondere Ästhetik des groben Raster-Designs hatte es wohl nicht nur der Jury angetan: Trotz eines (verpixelten) Bärenpenis ist es von Apple bisher nicht zensiert worden. (Erich Bonnert)
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(hag)
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