11.09.2008 12:25
Handy-Gespräche via GSM sind zwar von Haus aus verschlüsselt, lassen sich jedoch mit spezieller Hardware trotzdem relativ leicht abhören. Mehr Sicherheit soll eine microSD-Karte mit Kryptoprozessor bringen. Das von der Düsseldorfer Secusmart GmbH vorgestellte Produkt namens Secuvoice benutzt zur Verschlüsselung der Gespräche 128-Bit-AES, bei der Aushandlung des symmetrischen Verschlüsselungs-Key setzt es ECC (Elliptic Curve Cryptography)-Verfahren ein. Dabei lassen sich kürzere Schlüssel verwenden als bei anderen asymmetrischen Verfahren, sodass die Aushandlung mit maximal drei Sekunden "sehr schnell" sei.
Die analogen Gesprächsdaten kodiert die Secuvoice-Software mit dem GSM-Codec, bevor es sie dem Krypto-Chip zur Verschlüsselung übergibt. Die verschlüsselten Daten werden mit 9,6 KBit/s über den CSD-Kanal des GSM-Netzes verschickt. Auf der PIN-gesicherten Karte ist ein Zertifikat gespeichert, das die Gesprächspartner gegenseitig unabhängig von der Rufnummer authentifiziert.
Nach Herstellerangaben bleiben sämtliche sicherheitsrelevanten Daten jederzeit auf der microSD-Karte. Dies sei ein wesentlicher Unterschied zur GSM-Verschlüsselung per Software und eine Voraussetzung für die angestrebte BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)-Zulassung als "VS-nfD"-Produkt (Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch). Benutzen lässt sich die microSD-Karte mit den Nokia-Modellen E51, E66, E71, N78, N81, N82 und N95.
(ck/iX)
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English version: Call encryption for Nokia cell phones
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