16.06.2006 12:12
Ghostscript, der Postscript-Emulator für Linux-Systeme, steht nun komplett unter der GNU General Public License. Damit geht eine lange Zeit der Zweigleisigkeit bei der Entwicklung des Projekts zu Ende.
Hersteller Artifex bot seine Software zum Drucken und Anzeigen von Postscript-Dateien bis jetzt grundsätzlich in drei Geschmacksrichtungen an. Neben einer kommerziellen Version standen zwei kostenlose Varianten zur Verfügung. Dabei erschienen neue Versionen bislang immer zuerst unter der Alladin Free Public License (AFPL), die die Software nur für nicht-kommerzielle Zwecke freigibt, bevor die neuen Ausgaben dann ein Jahr später unter die GPL gestellt wurden. Dieser Tatbestand führte in der Praxis dazu, dass die gängigen Linux-Distributionen meist auf ESP Ghostscript, einen verbesserten und erweiterten Ableger der GPL-Variante, auswichen.
Die Ghostscript-Entwickler möchten, dass künftig Patches direkt und ohne Lizenzeinschränkungen in den Hauptentwicklungszweig fließen und damit den Endanwendern ohne größere Verzögerungen zur Verfügung stehen. Neben dieser reinen GPL-Version will Artifex nach wie vor eine kommerzielle Variante seiner Software anbieten.
(akl/c't)
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