Googles jüngster mobiler Suchdienst, Google Now für Android-Handys, versucht, die Bedürfnisse seiner Nutzer vorherzusehen: Mit wenigen Bedienschritten erhalten sie beispielsweise Wetterinformationen oder Hinweise zu interessanten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Das Start-up Grokr macht dem Internet-Riesen nun auf dem iPhone Konkurrenz: mit einer eigenen App, die ähnlich arbeiten soll, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
"Auf Mobilgeräten sollte ein Suchdienst mir Dinge mitteilen, die ich wissen will, ohne dass ich explizit fragen muss", meint Grokr-Gründer Srivats Sampath, der vorher die Sicherheitsfirma McAfee geleitet hat. Schon seit drei Jahren arbeitet das Unternehmen an der Idee und hat insgesamt 4,2 Millionen US-Dollar an Risikokapital aufgenommen.
Wie Google Now läuft Grokr teilweise auch im Hintergrund. Öffnet man die App, werden virtuelle "Karten" gezeigt, die für den Nutzer derzeit nützlich sein könnten – beispielsweise die aktuelle Verkehrslage. Ähnlich wie der Google-Dienst nutzt Grokr Ortsinformationen des Nutzers, um zu bestimmen, welchen Tagesablauf dieser hat. Dazu muss der Nutzer in ein anonymisiertes Tracking einwilligen.
Dabei wird parallel Buch geführt, welche Geschäfte und Orte ein Nutzer besucht. Diese Daten werden genutzt, um eine "Aktueller-Ort"-Karte zu zeigen, die dann wiederum Möglichkeiten bietet, mit einem Klick nach lokalen Informationen zu suchen. Am Morgen erscheint dann beispielsweise "Kaffee", zu Mittag "Mittagessen" und in der Nacht dann "Taxi". Grokr kann außerdem Informationen aus dem eigenen Facebook-Profil einbeziehen, um an Ereignisse zu erinnern, Sportergebnisse des Lieblingsteams zu präsentieren oder das Kinoprogramm der Umgebung anzuzeigen. Grokr ist in seiner aktuellen Version kostenlos verfügbar, steht derzeit allerdings nur im US-App-Store bereit. Zum Download muss also ein amerikanischer iTunes-Account angelegt werden.
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