30.04.2010 14:33
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat zum dritten Mal ihre bisher halbjährlich erstellte Liste "CoolIT Leadboard" zum Engagement von großen IT-Unternehmen für den Klimaschutz veröffentlicht. Darin haben die Netzwerkausrüster Cisco und Ericsson gegenüber der vorigen Rangliste die IT-Konzerne IBM und HP von der Spitze abgelöst. Der Internetdienstleister Google landet auf Platz sechs und wird von Greenpeace unter anderem dafür gescholten, anders als andere Unternehmen seine eigenen Treibhausgas-Emissionen nicht zu berichten.
Blau gekennzeichnet ist der Balken für klimafreundliche Produkte, grün die Reduzierung des unternehmensinternen Ausstoßes an CO2 und gelb der politische Einsatz.
Bild: Greenpeace
Google ist nach den Kriterien der Umweltschützer weiterhin das Unternehmen, dass sich wohl am meisten politisch für Klimaschutz einsetzt. Auf der anderen Seite habe sich das Unternehmen keine Ziele zur Absenkung der Emission von klimaschädlichen Gasen gesetzt. Dadurch schwäche Google die Kraft seiner Argumente.
Der Netzwerkausrüster Cisco wird von Greenpeace unter anderem für seine Hinwendung zur Smart-Grid-Technik gelobt. Das Unternehmen habe die Effizienz seiner Produkte bei der Energieeinsparung demonstrieren können. Ericsson and Fujitsu haben nach Meinung der Umweltschützer gute Methoden zur Messung der klimarelevanten Auswirkungen ihrer Angebote entwickelt. Fujitsu sei zudem das erste Unternehmen, das gegenüber seinen Kunden ein glaubwürdiges Ziel der Senkung des CO2-Ausstoßes setze.
Google verteidigte sich laut einem CNet-Bericht gegen die Vorwürfe. Die Rechenzentren liefen effizient und benötigten nur die Hälfte der Energie als herkömmliche Rechenzentren.
Greenpeace gibt neben dem "CoolIT Leadbord" noch den "Guide to greener Electronics“ heraus. Dabei setzt sich die Umweltorganisation dafür ein, dass die Hersteller von Computern, Mobiltelefonen und Unterhaltungselektronik auf den Einsatz von gefährlichen chemischen Substanzen wie PVC verzichten. Sie verlangt zusätzlich von den Unternehmen die Transparenz der Umweltdaten.
(anw)
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