04.01.2008 18:29
Die britische Regierung plant, von allen Eltern zu verlangen, dass sie ihren Kindern einen breitbandigen Zugang zum Internet einrichten. Gedacht ist auch daran, dass Eltern, deren Kinder eine Schule der Sekundarstufe besuchen, ab 2009 über das Internet regelmäßige und aktuelle Informationen über ihre Kinder und den Unterricht erhalten sollen. Ein oder zwei Jahre später soll dies auch bei Eltern von Schülern der Primärstufe umgesetzt werden. Damit sollen die Eltern stärker und direkter an der Schulbildung ihrer Kinder beteiligt und eine "persönliche Verbindung zwischen Lehrer und Eltern" geschaffen werden.
Jim Knight, der Schulminister, sagte dem Guardian, er führe bereits Gespräche mit IT-Unternehmen wie Microsoft, BT, Sky, Virgin und RM, um die Kosten für die Geräte zu senken, wenn ein Internetzugang für fast sechs Millionen Kinder verpflichtend werden sollte. Die Bereitstellung eines Internetzugangs müsse man heutzutage genau so sehen, wie Schüler zum Start auch mit einer Schuluniform und Schreibzeug ausgestattet werden. Mehr als eine Million Schüler hätten zuhause noch keinen Internetzugang. Dadurch vertiefe sich die Kluft zwischen reichen und armen Familien noch weiter, da besonders ein Breitbandzugang ein wichtiges Bildungsmittel darstellen könne. Bislang verfügt lediglich die Hälfte der britischen Haushalte über einen Breitbandzugang.
(fr)
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