11.12.2012 16:30
Große Krankenkassen schaffen die Quote bei der Gesundheitskarte
Nach der DAK, der TK und der Barmer GEK haben nun auch die 11 deutschen AOK insgesamt 70 Prozent ihrer Mitglieder mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ausgestattet. Damit haben die größten deutschen Krankenkassen die gesetzlich vorgeschriebene Ausgabequote zum Jahresende 2012 erreicht und die Vorgabe wie im vergangenen Jahr gemeistert.
Probleme soll es noch bei kleinen Kassen geben. Ihnen droht eine Deckelung der Verwaltungskosten: Wer die Quote von 70 Prozent nicht schafft, darf seine Verwaltungskosten 2013 nicht erhöhen. Insgesamt kann nun davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit der gesetzlich Versicherten in Deutschland über eine eGK verfügen. Diese ist derzeit nicht leistungsfähiger als die herkömmliche KVK. Dies wird sich erst ändern, wenn in deutschen Arzt- und Zahnarztpraxen der Rollout für die Online-Konnektoren anläuft, mit denen die Kartenlesegeräte an die telematische Infrastruktur angeschlossen werden. Über die Konnektoren kann dann der Abgleich der Versicherten-Stammdaten erfolgen, wenn etwa der Versicherte umgezogen ist.
So stellt sich die Gematik den Einsatz von Konnektoren in der Praxis vor: Ein Konnektor für den Stammdatenabgleich, ein Konnektor für die QES des Arztes.
Bild: Gematik
Wann der Rollout dieser Konnektoren beginnt, hängt davon ab, wann die Projektgesellschaft Gematik und das BSI die entsprechenden Geräte zertifiziert haben. Außerdem hängt das Rollout-Datum davon ab, wann die qualifizierte elektronische Signatur (QES) auf den Heilberufsausweisen der Ärzte zur Verfügung steht: Alle Beteiligten haben sich in einer Vereinbarung dazu verplichtet, 10 Monate nach dem Rollout der Konnektoren diese QES anzubieten, damit die Ärzte auch etwas von der Technik haben. Sie können dann Dokumente signieren und verschlüsselt versenden. (Detlef Borchers)
/
(jk)














