31.08.2010 10:29
Hewlett-Packard will die verunsicherten Anleger zurückgewinnen: Der Computerkonzern kauft für bis zu 10 Milliarden Dollar eigene Aktien zurück. Das treibt gewöhnlicherweise den Kurs – und der hätte es dringend nötig. Seit dem Rausschmiss von Konzernchef Mark Hurd dümpelt die Aktie bei um die 40 Dollar. Zuvor waren es gut 46 Dollar gewesen.
"Wir gehen davon aus, dass wir alleine im vierten Geschäftsquartal Aktien für 3 Milliarden Dollar zurückkaufen werden", sagte Finanz- und Interimschefin Cathie Lesjak laut Mitteilung. Das Geschäftsjahr endet im Oktober. Unter dem bisherigen Rückkaufplan darf das HP-Management noch 4,9 Milliarden Dollar ausgeben.
Entwicklung der HP-Aktie in den vergangenen zwei Monaten
Bild: hp.com
HP-Chef Hurd war Anfang des Monats abgetreten, nachdem eine Liaison mit einer ehemaligen Mitarbeiterin ans Licht gekommen war. Hurd soll sie auf Firmenkosten zum Essen ausgeführt haben. Die ehemalige Mitarbeiterin bezichtigte ihn später der sexuellen Belästigung – der Vorwurf ist mittlerweile aber aus der Welt geräumt.
Die Börsianer hatten geschockt auf Hurds Abgang reagiert. Der Manager hatte den Konzern zu einem der profitabelsten in der Branche gemacht und HP fast unbeschadet durch die Wirtschaftskrise gebracht. Das gelang durch den Ausbau des stabilen und hochprofitablen Servicegeschäfts. HP kaufte unter Hurds Führung unter anderem den IT-Dienstleister EDS.
Das neue Management liefert sich momentan eine Übernahmeschlacht mit dem Rivalen Dell um dem Datenspeicher-Spezialisten 3Par. Speicher gelten angesichts steigender Datenmengen als Zukunftsgeschäft. Derzeit hat HP mit einem Angebot über 2 Milliarden Dollar die Nase vorn. (dpa)
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(anw)
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