23.10.2009 11:55
Im April 2008 gründeten die Mobilfunkunternehmen Vodafone, China Mobile und die japanische Softbank ein Konsortium, das einen Standard für mobile Widgets definieren soll. Kurze Zeit später stieß Verizon dazu. Jetzt haben die vier Gerätehersteller LG, Research in Motion (Blackberry), Samsung sowie Sharp Unterstützung für die Implementierung des Joint Innovation Lab angekündigt. Sie wollen die notwendige Laufzeitumgebung auf ihren Smartphones bereit stellen.
Marktführer Nokia ist nicht dabei, er pflegt seine eigene Widget-Umgebung. Auch von Yahoo und Opera gibt es Vergleichbares, und der Blackberry-Hersteller RIM hatte erst Anfang Oktober ein Widget-SDK vorgestellt. Ob es den JIL-Vorgaben folgt, konnte die Firma bislang nicht sagen.
Das JIL-SDK lässt sich mit der freien Entwicklungsumgebung Eclipse benutzen und enthält einen Emulator für den Test selbst geschriebener Widgets. Es bietet neben den üblichen Ajax-Funktionen Handy-spezifisches wie SMS, Kontaktdaten und E-Mail sowie eine Sicherheitsschicht. Die Beta der Version 1.1 gibt es für Linux und Windows; Herunterladen kann sie nur, wer sich registriert hat.
Als erster Betriebssystemhersteller hatte Apple die aus HTML, JavaScript und CSS zusammengestellten Mini-Anwendungen auf dem Desktop eingeführt. Der Begriff Widget stammt ursprünglich aus dem Projekt Athena, das GUI-Elemente für das netzwerkfähige Grafiksystem X11 entwickelte. Er entstand durch Zusammenziehen von "Window" und "Gadget". Er bezeichnet heutzutage auch kleine Web-Anwendungen, die in einer Browser-Engine laufen.
(ck)
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