16.02.2007 15:12
Hitachi vermarktet bereits jetzt einen "µ-chip", der vom menschlichen Auge kaum noch wahrgenommen werden kann. Die neue Generation ist 64-mal kleiner.
Der japanische Mischkonzern Hitachi macht weitere Fortschritte bei der Miniaturisierung von RFID-Tags. Nachdem die Entwicklungsingenieure um Mitsuno Usami von Hitachis Central Research Laboratory in Tokio im vergangenen Jahr auf der IEEE International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) bereits Funkchips mit einer Größe von lediglich 0,15 mm × 0,15 mm und einer Dicke von 7,5 Mikrometer vorgestellt hatten, präsentierten sie jetzt in San Francisco den Prototyp eines im 90-Nanometer-Prozess gefertigten RFID-Chips, der im Kern nur noch 0,05 mm × 0,05 mm × 5 µm misst (PDF-Datei). Hinzu kommen die Ausdehnungen einer externen Antenne.
Der Chip enthält ein 128-Bit-ROM zur Aufnahme eines 38-stelligen ID-Codes, der bereits während der Produktion mit einem Elektronenstrahl in den Speicher geschrieben wird. Die Übertragungsreichweite bei 2,45 GHz gibt Hitachi mit 30 Zentimeter an. Eine Serienproduktion dieser nur noch staubkorngroßen RFID-Tags dürfte allerdings nicht vor 2009 anlaufen. Hitachi vermarktet aber schon jetzt einen "µ-chip" (Mu-chip) mit einer Fläche von 0,16 mm2, der unter anderem in die Eintrittskarten für die Weltausstellung 2005 im japanischen Aichi integriert wurde. Künftige Anwendungsgebiete für den "RFID-Staub" könnten nach den Vorstellungen von Hitachi Banknoten und andere Papierprodukte sein, um sie fälschungssicherer zu machen.
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