26.08.2009 09:51
Jeweils zwei Kerne müssen sich einen Port am Crossbar-Switch teilen; ebenso zwei Caches.
Nachdem Sun der Weg zum komplizierten Rock-Prozessor zu steinig wurde, erhofft sich das Unternehmen nun einen Schatz am Ende des Regenbogens: Ein Chip mit dem Codenamen Rainbow Falls soll die Nachfolge des Niagara 2 alias UltraSPARC T2(+) (dessen Design Sun offengelegt hat) antreten. Auf der Hot Chips Konferenz in Palo Alto lies Sun einige grobe Informationen sowie ein paar Interna verlauten: Der Chip soll 16 Sparc-Kerne haben, die wie die der Vorgänger Multithreading (8 Threads pro Kern) unterstützen. Das ergibt 128 quasi parallel laufende Threads.
Diese verbindet ein 8x9-Crossbar-Switch mit 16 L2-Caches, an denen wiederum Speicher-Controller und I/O-Links hängen. Eigentlich hätte es für 16 Kerne und 16 Caches mindestens einen 16x16-Switch mit rund 140 Leitungen pro Port gebraucht, so viele Leitungen kann Sun jedoch nicht unterbringen. Daher werden jeweils zwei Kerne zusammengefasst, sie bekommen zusammen nur einen Link. Dasselbe gilt für die L2-Caches. Um diesen Engpass auszugleichen, läuft der Crossbar-Switch mit höherer Taktfrequenz. Des Weiteren packt Sun jeweils acht L2-Caches in eine Kohärenzdomäne, die jeweils drei Highspeed-Links – den Typ verrät Sun noch nicht – sowie einen Speicher-Controller haben.
Viele weitere Punkte ließ Sun jedoch noch im Unklaren, seien es der Fertigungsprozess, die Leistungsaufnahme, die Taktfrequenzen oder Cache-Größen. Klar ist jedoch, dass es 16 Beschleuniger-Einheiten beispielsweise für Kryptoaufgaben geben soll. Diese werden nun auch direkt per Software ansprechbar und bekommen teils eigene Befehle.
Einen Die-Shot hatte Sun noch nicht im Angebot und der Floor-Plan wirkt ebenfalls noch nicht konkret.
Rainbow Falls bekommt pro Kern 16 Hilfseinheiten, die sich unter anderem um Kryptographie kümmern.
(Benjamin Benz)
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(bbe/c't)
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