23.09.2009 16:25
Seit Jahren schon lassen sich mehrere Grafikkarten beziehungsweise Grafikprozessoren (GPUs) zwecks Steigerung der 3D-Performance miteinander koppeln – aber eben nur solange Grafikchips desselben Herstellers zum Einsatz kommen, also vorwiegend von AMD (Crossfire) oder Nvidia (SLI). Schon vor einigen Jahren hatte die israelische Firma LucidLogix, in der auch Geld von Intel Capital steckt, die Hydra-Chips angekündigt, die GPUs beliebiger Hersteller sinnvoll miteinander koppeln soll. Auf dem MSI-Mainboard Big Bang mit P55-Chipsatz für die neuen LGA1156-Prozessoren Core i5-700 und Core i7-800 kommt nun ein Hydra 200 zum Einsatz; das Board soll ab dem 29. Oktober lieferbar sein.
Die Funktionsweise des Hydra 200 entspricht laut Lucid in etwa einem PCI Express-Switch mit eingebautem, intelligentem "Lastverteiler" für 3D-Berechnungen, um die 3D-Rechenleistung "beliebiger" Grafikkarten zu kombinieren. Das Verfahren soll zumindest mit den Spieletiteln Crysis, F.E.A.R.2: Project Origin, Left4Dead 2 und Bioshock funktionieren.
Welche Hydra-200-Version auf dem MSI Big Bang sitzt, verraten die beiden Firmen noch nicht. Laut Lucid gibt es drei Chip-Varianten:
Das mit 65-Nanometer-Fertigungstechnik hergestellte System-on-Chip (SoC) soll weniger als 6 Watt Leistung aufnehmen und sich damit auch für Notebooks eignen. LucidLogix liefert Treiber für Windows Vista und 7 und unterstützt DirectX 9.0c und 10, DirectX 11 soll folgen.
Unklar ist, ob der Hydra 200 auch mit Dual-GPU-Karten wie AMD Radeon HD 4870 X2 oder Nvidia GeForce GTX295 funktioniert. Für Intel könnte die Hydra-Technik interessant sein, um die kommenden Larrabee-Grafikkarten mit 3D-Beschleunigern anderer Firmen zu kombinieren.
Zum IDF Fall 2009 siehe auch:
(ciw)
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