20.11.2008 12:49
Das Bundesministerium des Innern (BMI) und die Deutsche Telekom wollen ab Mitte 2009 gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Anwendern die elektronische Kommunikation per rechtsverbindlicher De-Mail testen. Die Projektpartner unterzeichneten die Vereinbarung heute anlässlich des dritten nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen "ausgewählte Bürger, Unternehmen und Behörden" in Friedrichshafen De-Mail kostenlos ausprobieren können, so die Beteiligten in einer Pressemitteilung.
Ihr Ziel ist "ein lebensechtes Szenario mit möglichst vielen Anwendungsbereichen", etwa rechtsverbindliche Abschlüsse von Versicherungspolicen oder die komplette Verlagerung von Verwaltungsvorgängen ins Internet. Die Telekom-Tochter T-Systems soll die Anwendung realisieren. In der Pilotphase will sie De-Mail für Geschäftskunden anbieten und sie beim Integrieren von De-Mail in die Geschäftsprozesse unterstützen. Für Privatkunden plant die Deutsche Telekom De-Mail über T-Home anzubieten. Anwender bekommen außerdem ein weltweit verfügbares "Online-Schließfach", in dem sie digitale Dokumente sicher ablegen können. Das Ziel von De-Mail ist nicht nur eine größere Datensicherheit: Laut BMI soll De-Mail Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung jährlich Kosten in Milliardenhöhe für Porto und Bearbeitung sparen.
Zum dritten IT-Gipfel 2008 siehe auch:
Siehe zum zweiten IT-Gipfel der Bundesregierung im Jahr 2007:
Zum ersten IT-Gipfel im Jahr 2006 siehe:
(un/iX)
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