07.05.2007 09:28
Iomega versucht den Neuanfang
Der Massenspeicherhersteller Iomega, der 1998 noch 1,7 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaftete und bis 2006 auf einen Jahresumsatz von 230 Millionen US-Dollar zusammenschrumpfte, will mit einem neuen Konzept einen Neuanfang wagen. Iomega Chef Jon Huberman erläuterte der Financial Times Deutschland, sein Unternehmen – einst vor allem mit seinen Zip-Speicherproduktreihen erfolgreich – wolle sich auf margenstarke Dienstleistungen im Bereich Datensicherung in Firmennetzwerken konzentrieren. Dafür nehme er auch ein begrenztes Umsatzwachstum in Kauf.
"Die Frage ist nicht, wie groß wir werden können, sondern was wir für die Aktionäre tun können", sagte Hubermann, dessen Unternehmen zuletzt 2002 in einem gesamten Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreiben konnte. Nun verspricht der Iomega-CEO, dieses Jahr profitabel zu sein. Massive Kosteneinsparungen und die Entlassung eines Drittels der Belegschaft verhalfen seinem Unternehmen zum Jahresanfang mit einem Plus von 1,15 Millionen US-Dollar zum dritten Quartalsgewinn in Folge.
Trotz des fortlaufenden Trends zur Konsolidierung auf dem Massenspeichermarkt, den bisher hauptsächlich große Unternehmen wie Seagate, Samsung, Hitachi und Toshiba überlebt haben, suche Iomega keinen Käufer, beteuert Huberman, der aber auch nichts gegen einen Verkauf einzuwenden hätte. Den Strategiewechsel hatte Iomega durch die Übernahme des IT-Dienstleisters CSCI im Sommer vorigen Jahres eingeleitet. Außer auf Dienstleistungen, die auch den Absatz von Datenspeichern vorantreiben sollen, will Iomega wieder auf das Geschäft mit Apple setzen, und zwar unter anderem mit einem auf die Produkte des Computerherstellers abgestimmten Design.
(anw)