20.09.2007 16:50
Die gemeinsame Studie von Microsoft und MTV Networks "Circuits of Cool" hat das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen auf breiter Basis in 16 Staaten von China bis Schweden untersucht. Demnach zerstreuen sich die Befürchtungen (oder Hoffnungen), dass eine Generation von Nerds heranwachse: Nur jeder Fünfte zwischen 8 und 24 schätzt sich als technikinteressiert ein.
Das hält die Jungspunde nicht davon ab, moderne Kommunikationsmittel massiv zu nutzen: Per Chat, Handy und Social Web halten sie einen mitunter enormen Freundeskreis zusammen. Bringen es schon die zurückhaltenden Deutschen auf durchschnittlich 35 Freunde (von denen sie ein Drittel noch nie in natura gesehen haben), so zeigen sich die jungen Brasilianer mit 91 Freunden noch wesentlich kontaktfreudiger. Und die SIM-Karten der Handys müssen Adresseinträge im oberen zweistelligen Bereich verkraften – wohlgemerkt im Durchschnitt; am rührigsten sind dabei die Jungs zwischen 18 und 21.
Trotzdem scheinen sich manche Dinge nicht so schnell zu ändern: Freunde vor Ort aus Fleisch und Blut sind für die große Mehrheit nach wie vor unersetzlich, und viel lieber als sich auf Myspace herumzutreiben, hängt der Nachwuchs vor der Glotze oder hört Musik.
Die Studie, mit der MTV (die dieser Tage mit ThinkMTV.com selbst ein soziales Netzwerk an den Start bringen) und Microsoft ihre Werbezielgruppe kennen lernen möchten, hält noch viele kleine Überraschungen und ironische Wendungen bereit. So findet man Technik-Fans eher in China und Indien, während Japaner mit dem neuen Hitech-Handy nur auf dem Pausenhof angeben wollen. Und nur acht Prozent der Altersgruppe benutzen das Wort "Web 2.0".
(heb)
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