07.03.2008 13:54
Keine Warnhinweise zu Gesundheitsgefährdungen auf Schweizer Handys
Im Schweizer Nationalrat ist eine Initiative der Berner Grünen, Franziska Teuscher, gescheitert, die vorgeschlagen hatte, dass "Handypackungen mit einem Hinweis versehen werden sollen, wonach der Gebrauch des Gerätes die Gesundheit, insbesondere diejenige von Kindern und Jugendlichen, beeinträchtigen könne". Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit habe in einem Bericht darauf hingewiesen, dass in der Schweiz die Information der Konsumenten hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern ungenügend sei.
Teuscher führte das Beispiel Österreichs an, wo seit Februar 2007 beim Handykauf ein Informationsblatt: "Strahlende Informationen – zehn medizinische Handy-Regeln" abgegeben werde. "Jeder, der ein Handy kauft, bekommt dieses Faltblatt in die Hand gedrückt", verdeutlicht die Politikerin. In Frankreich müsse seit 2003 bei jedem Handykauf vom Händler eine Broschüre mitgeliefert werden, in dem Eltern beispielsweise aufgefordert werden, ihre Kinder über eine moderate Nutzung ihrer Handys aufzuklären.
Der Nationalrat lehnte Warnaufkleber jedoch mit 109 zu 50 Stimmen ab. Die Schweiz habe, verglichen mit anderen Ländern, sehr strenge Vorschriften hinsichtlich der Grenzwerte bei elektromagnetischen Feldern, sagte ein Sprecher der vorbehandelnden Kommission. Die Schweiz müsse allenfalls bei Veränderungen der internationalen Gesetzgebung – aber nicht nur in Österreich und Frankreich, sondern etwa in der gesamten EU – entsprechend reagieren. (Tom Sperlich) / (Tom Sperlich)
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(pmz)
