01.02.2008 10:37
Die meisten Büroarbeiter kennen das morgendliche Ritual: Rechner anschalten und dann erst einmal einen Kaffee holen, bis die Maschine samt Windows hochgefahren ist. Device VM, ein Start-up aus San Jose, hat nun ein Produkt entwickelt, das den langsamen Boot-Prozess umgehen soll. Die Software namens Splashtop besteht aus einem kleinen, angepassten Linux-Betriebssystem, das in einem Flash-Speicher auf der Hauptplatine sitzt, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Der Vorteil: Splashtop wird nach dem Einschalten nahezu sofort aktiv – eine Art Betriebssystem vor dem Betriebssystem. Die einfach gestaltete Oberfläche enthält mehrere grundlegende Anwendungen, die der User direkt nutzen kann: Einen Firefox-Browser, einen Mediaplayer, der DVDs abspielt, eine Instant-Messaging-Software und einen Client für die Internet-Telefonielösung Skype. Je nach Rechner und Einstellungen dauert der Startprozess keine 20 Sekunden. Wer später doch zu Windows möchte, kann den Boot-Prozess über einen Menübefehl starten.
Zur Verbreitung von Splashtop hat Device VM mehrere Partnerschaften mit Hardware-Herstellern geschlossen – zu den ersten gehört der Motherboard-Anbieter Asus. In den nächsten Monaten sollen sowohl Desktops als auch Laptops mit der Technik auf den Markt kommen, sagt David Speiser, Direktor für das Business Development bei dem Start-up. Die Firma ist allerdings nicht der einzige Anbieter mit dieser Idee: Auch der BIOS-Anbieter Phoenix Technologies plant eine ähnliche Technik, die sogar parallel zu Windows funktionieren soll – dann könnte man auf Knopfdruck zum abgespeckten System wechseln.
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(bsc)
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