25.05.2009 08:45
Im Kampf gegen den Klimawandel gehen erste Kraftwerksbetreiber inzwischen dazu über, entstehendes CO2 zu verflüssigen und in unterirdische Lagerstätten zu pumpen. Dieses als CO2-Sequestrierung bezeichnete Verfahren ist allerdings aufwändig und, mehr noch, umstritten. Denn es ist nicht auszuschließen, dass das eingelagerte Treibhausgas eines Tages doch wieder in die Atmosphäre entweicht.
Eine neue Anlage in Linden im US-Bundesstaat New Jersey will nun eine Sequestrierung auf dem Meer testen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Damit, so hoffen die Betreiber, könnte das Potenzial der Technologie drastisch ausgeweitet werden. Sollte die US-Firma SCS Energy die nötige Genehmigung bekommen, wird das CO2 in einer Pipeline Hunderte von Kilometern durchs Meer geleitet und dann in einer Sandsteinschicht drei Kilometer unter dem Atlantikboden eingelagert.
Auch das neue Verfahren dürfte Umweltorganisationen allerdings kaum überzeugen. Denn eine solche "End-of-pipe"-Lösung wie die CO2-Sequestrierung, befürchten sie, könnte dazu führen, dass neue Kohlekraftwerke genehmigt werden, bevor sauberere Energietechnologien in Betracht gezogen werden. Zudem befürchten sie im Falle einer Ozean-Sequestrierung Auswirkungen auf marine Ökosysteme.
Mehr zum Thema in Technology Review online:
(Ben Schwan)
/
(bsc)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Harvard-Wissenschaftler David Sinclair will mit einer verbesserten Variante des Rotwein-Wirkstoffs Resveratrol das Altern verlangsamen.
mehr…
Ein echtes Abfallprodukt der Materialwissenschaft: Mit einem neuen organischen Katalysator wollen US-Forscher den Kunststoff aus den verbreiteten Getränkeflaschen bei nur 75 Grad in seine beiden Ausgangsstoffe zurückführen.
mehr…
Die genetische Zusammensetzung der Mikroorganismen auf der Haut eines Menschen könnte als forensisches Werkzeug dienen.
mehr…
Die neuen Möglichkeiten, die der Medienwandel mit sich bringt, sind ebenso verlockend wie verwirrend. Wann gibt es endlich einen Faltplan für die Zukunft?
mehr…
ONLINE MARKT
Werbung