31.01.2007 18:22
Der Fotokonzern Eastman Kodak hat zum ersten Mal seit zwei Jahren ein Quartal wieder mit einem Gewinn abgeschlossen. Im Schlussabschnitt des Geschäftsjahres 2006 verzeichnete das Unternehmen trotz eines neunprozentigen Umsatzschwunds ein Nettoergebnis von 16 Millionen US-Dollar oder 0,06 US-Dollar pro Aktie. Im gleichen Quartal des Vorjahres hatte Kodak noch einen Verlust von 46 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Der Konzernumsatz ging von 4,2 auf 3,8 Milliarden US-Dollar zurück.
Dabei übertrafen die Umsätze mit digitalen Produkten das klassische Film- und Entwicklungsgeschäft. Die Digitalsparte brachte 2,45 Milliarden US-Dollar in die Kasse und damit rund 5 Prozent weniger als im Vorjahresabschnitt, die Umsätze mit klassischen Produkten gingen um 15 Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar zurück. Der Umsatzrückgang der Digitalsparte war im Zuge der Konzentration auf margenstärkere Produkte aber erwartet worden. Gute Geschäfte mit integrierten Fotodruckstationen ("Photo Kiosk") konnten diese Effekte abfedern.
Im Zuge des Wandels von analoger zu digitaler Fotografie will sich das Unternehmen verschlanken und auf profitstarke digitale Produkte und Dienstleistungen konzentrieren. Teil der Umbaumaßnahmen ist auch der Verkauf der Gesundheitssparte. Für rund 2,5 Milliarden US-Dollar soll die Sparte an die US-Gruppe Onex Healthcare verkauft werden. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen über 23.000 Arbeitsplätze gestrichen, insgesamt sollen es bis zu 27.000 werden. Die Gesamtkosten für den Umbau beziffert Kodak auf bis zu 2,7 Milliarden US-Dollar.
(vbr)
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